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Pflege und Betreuung zu Hause

Die Pflege und Betreuung zu Hause gewinnt in der Schweiz immer mehr an Bedeutung, da Seniorinnen und Senioren zunehmend den Wunsch haben, in den eigenen vier Wänden alt zu werden. Durch verschiedene Dienstleistungen und Unterstützungsangebote – wie zum Beispiel Spitex-Unterstützung oder Live-In-Betreuung – können individuelle Lösungen geschaffen werden, um Angehörigen und Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In diesem Ratgeber werden die verschiedenen Möglichkeiten häuslicher Betreuung und Pflege detailliert beleuchtet, einschliesslich der gesetzlichen Rahmenbedingungen und verschiedener Anstellungsmodelle. Des Weiteren werden Tipps zur Entscheidung zwischen verschiedenen Betreuungsarten, Finanzierungsmöglichkeiten und der korrekten Handhabung von Naturallohn gegeben. Abschliessend wird eine Übersicht von häufig gestellten Fragen etwas Licht ins Dunkel bringen.

Pflege und Betreuung zu Hause Prime Home Care
Der Autor
Patrick Kälin
Patrick Kälin

Redakteur für Prime Home Care

Unser Ratgeber

Unsere Artikel entstehen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Pflegeexperten.

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1. Einführung in Pflege und Betreuung zu Hause

Die Pflege und Betreuung von Senioren zu Hause ist ein wichtiges Thema, das viele Familien betrifft. Da die Bevölkerung immer älter wird, wächst auch der Bedarf an geeigneten Lösungen für die häusliche Pflege. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Aspekte der Pflege und Betreuung zu Hause in der Schweiz, sodass Sie die bestmögliche Entscheidung für Ihre individuelle Situation treffen können.

1.1 Zunehmender Bedarf an häuslicher Pflege und Betreuung

Die demografische Entwicklung zeigt, dass immer mehr Menschen im Alter auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind. Die häusliche Pflege und Betreuung gewinnt an Bedeutung, da viele Senioren so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten. Zudem kann der individuelle Unterstützungsbedarf von Person zu Person variieren und erfordert oft eine Kombination aus professioneller Hilfe sowie der Unterstützung durch Angehörige.

1.2 Unterschied zwischen Pflege und Betreuung

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Pflege und Betreuung zu kennen. Pflegeleistungen umfassen Massnahmen der Abklärung, Beratung und Koordination, Untersuchungen und Behandlungen sowie Grundpflege, die auf ärztliche Anordnung hin oder im ärztlichen Auftrag erbracht werden. Betreuungsleistungen hingegen sind unterstützende Handreichungen im Alltag, wie bei An- oder Auskleiden, beim Toiletten­gang sowie bei der Mund- und Körper­pflege. Eine Zusatzversicherung kann unter Umständen einige Tätigkeiten, vor allem im Bereich der Haushaltshilfe, abdecken.

1.3 Pflege und Betreuung durch verschiedene Akteure

In der häuslichen Pflege und Betreuung in der Schweiz spielen unterschiedliche Akteure eine Rolle:
  • Spitex-Organisationen und freischaffende Pflegefachpersonen
  • Professionelle Betreuungsdienstleister
  • Pflegende Angehörige
  • Ausländische Pflege- und Betreuungskräfte
Diese Akteure können teilweise Pflegeleistungen erbringen, die in Art. 7 Abs. 2 Krankenkassen-Leistungsverordnung (KLV) näher umschrieben sind. Dabei spielen die kantonale Berufsausübungsbewilligung für Personen und die Betriebsbewilligung (auch «Spitex-Bewilligung» genannt) für Organisationen eine wichtige Rolle, um offiziell Leistungen erbringen und mit den Krankenkassen abrechnen zu können.

1.4 Pflegeplanung, Organisation und Verwaltung

Bei der häuslichen Pflege und Betreuung gibt es drei Hauptbereiche, die beachtet werden sollten: Pflege planen & vorbereiten, Betreuung organisieren und Administrieren & Verwalten der Seniorenbetreuung inkl. Finanzadministration und Organisation von einem barrierefreiem Zuhause. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen, um eine optimale Versorgung und Betreuung sicherzustellen. In den folgenden Kapiteln erhalten Sie weitere Informationen und hilfreiche Tipps zu den diversen Aspekten der häuslichen Pflege und Betreuung in der Schweiz. So können Sie sich ein umfassendes Bild machen und die beste Lösung für Ihre Situation finden.

2. Spitex-Unterstützung: Möglichkeiten und Grenzen ambulant geleisteter Pflege

Die Spitex, kurz für „Spitalexterne Hilfe und Pflege“, ist eine Organisation, die sich in der Schweiz um die ambulante Pflege und Betreuung zu Hause kümmert. Spitex-Organisationen bieten professionelle Lösungen, die individuell an die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person und ihrer Angehörigen angepasst sind. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten und Grenzen dieser ambulant geleisteten Pflege.

2.1 Möglichkeiten der Spitex-Unterstützung

Die Leistungen der Spitex-Organisationen umfassen sowohl Pflege- als auch Betreuungsleistungen. Dazu zählen: – Abklärung, Beratung und Koordination: Dies beinhaltet die Zusammenarbeit mit Ärzten, die Regelung des Leistungsumfangs und die Organisation der Pflege- und Betreuungsleistungen. – Untersuchungs- und Behandlungsmassnahmen: Spitex-Mitarbeitende sind ausgebildete Fachkräfte, die medizinisch notwendige Behandlungen durchführen können. – Grundpflege: Dazu zählen unterstützende Tätigkeiten im Alltag, wie An- und Auskleiden, Toilettengang, Mund- und Körperpflege, Bewegungsübungen und Hilfe beim Essen. – Betreuungsleistungen: Alltagsbegleitung, Entlastung der Angehörigen und soziale Kontakte sind ebenso wichtige Aspekte der Spitex-Dienstleistungen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Spitex-Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden können, wenn sie aufgrund einer Bedarfsabklärung, ärztlichen Anordnung oder im ärztlichen Auftrag erbracht werden. Die meisten Betreuungsleistungen können jedoch meist nur über Zusatzversicherungen abgerechnet werden.


2.2 Grenzen ambulant geleisteter Pflege durch Spitex

Trotz der vielfältigen Leistungen, die die Spitex anbietet, gibt es dennoch einige Grenzen bei der ambulanten Pflege: – Spitex kann nicht rund um die Uhr Betreuung anbieten. Im Falle einer 24-Stunden-Betreuung müssen andere Lösungen, wie zum Beispiel eine Live-In-Betreuung, in Betracht gezogen werden. – Es gibt keine einheitlichen Preise für Spitex-Leistungen, da diese von Kanton zu Kanton und von Organisation zu Organisation variieren können. Dies kann es schwierig machen, die Kosten für die Pflege und Betreuung genau zu kalkulieren. – Nicht alle Spitex-Organisationen bieten zusätzliche Dienste wie Haushaltshilfe, Fahrdienste oder psychosoziale Unterstützung an. Je nach individuellen Bedürfnissen kann es notwendig sein, zusätzliche Dienstleistungen separat zu organisieren.

2.3 Fazit zur Spitex-Unterstützung

Die Spitex-Unterstützung bietet viele Möglichkeiten für die ambulante Pflege und Betreuung, ist jedoch nicht immer die optimale Lösung für alle persönlichen Anforderungen und Bedürfnisse. Je nach Situation und Bedürfnissen kann es sinnvoll sein, sich über alternative Lösungen, wie etwa stundenweise Betreuung oder Live-In-Betreuung, zu informieren. Wichtig ist vor allem, dass die Lösung perfekt auf die individuellen Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person und ihrer Familie abgestimmt ist.

3. Regeln, Anforderungen und Besonderheiten bei Live-In-Betreuung (24-Stunden-Betreuung)

Die Live-In-Betreuung, auch als 24-Stunden-Betreuung bezeichnet, bietet eine umfassende Unterstützung für Senioren und pflegebedürftige Personen, die im eigenen Zuhause betreut werden möchten. Dabei lebt die Betreuungsperson beim Pflegebedürftigen und steht so für Hilfe und Unterstützung zur Verfügung. Im Folgenden werden die Regeln, Anforderungen und Besonderheiten der Live-In-Betreuung erläutert.

3.1 Anforderungen an die Betreuungsperson

Die Betreuungsperson sollte über eine Ausbildung im Pflegebereich verfügen oder zumindest Erfahrungen im Umgang mit betagten oder hilfsbedürftigen Personen gesammelt haben. Darüber hinaus sind Empathie, ein respektvoller und zugewandter Umgang sowie die Fähigkeit, sich auf die individuellen Bedürfnisse der betreuten Person einzustellen, wichtige Voraussetzungen für diese anspruchsvolle Tätigkeit. Kommunikationsfähigkeit und ein gewisses Einfühlungsvermögen sind ebenfalls von Bedeutung, da die Betreuungsperson häufig auch Ansprechpartner für Familienangehörige und andere Bezugspersonen ist.

3.2 Arbeitszeiten und Pausenregelung

Obwohl die Betreuungsperson im gleichen Haushalt wohnt, müssen die gesetzlichen Vorgaben bezüglich Arbeitszeiten und Pausen beachtet werden. Das bedeutet, dass auch bei einer 24-Stunden-Betreuung nicht durchgehend gearbeitet werden kann. In der Regel sollte die Betreuungsperson täglich mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit und innerhalb einer Woche einen freien Tag erhalten.

Wichtige Info:

Auch bei einer Live-In-Betreuung müssen die gesetzlichen Vorgaben zu Arbeitszeiten und Pausen eingehalten werden. Die Betreuungsperson sollte täglich mindestens elf Stunden Ruhezeit und einen freien Tag pro Woche erhalten.


3.3 Wohnen und Verpflegung

Da die Betreuungsperson direkt im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt, sind angemessene Wohnverhältnisse eine Voraussetzung für die Live-In-Betreuung. Dazu gehört ein eigenes abschliessbares Zimmer für die Betreuungsperson, welches den persönlichen Rückzugsraum und die Privatsphäre ermöglicht. Zudem sollte die ausreichende und ausgewogene Verpflegung der Betreuungsperson gewährleistet sein, entweder durch gemeinsames Essen oder durch die Bereitstellung von Lebensmitteln.

3.4 Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Live-In-Betreuung variieren je nach Umfang der Betreuungsleistungen und den individuellen Anforderungen. Es ist wichtig, eine genaue Bedarfsanalyse durchzuführen und die Kosten im Vorfeld transparent zu besprechen. Einige Krankenkassen bieten finanzielle Unterstützung für diese Form der Betreuung an, allerdings sind die Betreuungsleistungen von nicht zugelassenen oder nicht zertifizierten Personen in der Regel nicht kassenfähig.

3.5 Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistern

Es ist möglich, dass die Live-In-Betreuung mit anderen Dienstleistungen, wie beispielsweise einer Spitex-Unterstützung, kombiniert wird. In solchen Fällen sollte eine enge Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungserbringern gewährleistet sein, um eine bestmögliche Betreuung sicherzustellen. Insgesamt bietet die Live-In-Betreuung eine umfassende Unterstützung für Senioren und pflegebedürftige Personen, die im eigenen Zuhause betreut werden möchten. Dabei ist es wichtig, die gesetzlichen Vorgaben, individuellen Anforderungen und Besonderheiten dieser Betreuungsform zu berücksichtigen.

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4. Professionell organisierte häusliche Betreuung: Angebote und Anstellungsmodelle im Vergleich



Die professionelle Organisation der häuslichen Betreuung von Senioren kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Es gibt verschiedene Angebote und Anstellungsmodelle, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Familien abgestimmt sind. Hier erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

4.1 Einsatz von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern



Pflegehelferinnen und Pflegehelfer sind Personen, die über eine spezielle Ausbildung verfügen und in der häuslichen Betreuung unterstützend tätig sind. Sie unterstützen vor allem bei der Grundpflege und im Alltag, jedoch ohne Befugnisse für spezialisierte Untersuchungs- und Behandlungsmassnahmen. Je nach Ausbildungsstand und Erfahrung können Pflegehelfer auch bei der Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Demenz oder psychischen Erkrankungen eingesetzt werden.

4.2 Selbständige Pflegefachfrauen und -männer



Neben Pflegehelferinnen und Pflegehelfern gibt es auch selbständige Pflegefachfrauen und -männer. Diese verfügen über eine höhere Ausbildung und bieten neben der Grundpflege auch erweiterte Pflegeleistungen an. Sie können Massnahmen der Abklärung, Beratung und Koordination sowie Untersuchungs- und Behandlungsmassnahmen durchführen. Um Leistungen zuhanden der gesetzlichen Krankenversicherung zu erbringen, müssen diese Personen über eine kantonale Berufsausübungsbewilligung verfügen.

4.3 Spitex-Organisationen



Spitex-Organisationen sind Unternehmen, die Leistungen der häuslichen Krankenpflege und Hilfe zu Hause anbieten. Sie verfügen über die nötigen Bewilligungen zur Erbringung von Leistungen und können entsprechend abgerechnet werden. Spitex-Organisationen bieten sowohl Grund- als auch erweiterte Pflegeleistungen an und stellen dafür entsprechend qualifiziertes Personal zur Verfügung.

4.4 Anstellungsmodelle: Festanstellung, Temporärarbeit und freischaffende Pflegefachpersonen



In der professionell organisierten häuslichen Betreuung gibt es unterschiedliche Anstellungsmodelle für das Pflege- und Betreuungspersonal. Dazu zählen die Festanstellung, die Temporärarbeit und die freischaffende Tätigkeit. Bei einer Festanstellung arbeiten die Pflegekräfte direkt bei einem Arbeitgeber, wie z. B. einer Spitex-Organisation, oder werden von der betreuungsbedürftigen Person bzw. deren Angehörigen angestellt. In der Temporärarbeit sind die Pflegefachpersonen bei einem Personalverleiher angestellt und werden bei Bedarf an unterschiedlichen Einsatzorten eingesetzt. Freischaffende Pflegefachpersonen bieten ihre Leistungen direkt an und schliessen mit den betreuungsbedürftigen Personen oder deren Angehörigen Verträge ab.

Wichtige Kriterien für die Auswahl des passenden Anstellungsmodells

  • Individuelle Bedürfnisse und Anforderungen der betreuungsbedürftigen Person
  • Qualifikationen und Erfahrungen der Betreuungsperson
  • Bewilligungen und Befugnisse zur Erbringung von Leistungen
  • Kosten, Abrechnungsmöglichkeiten und Finanzierung
  • Flexibilität und Verfügbarkeit des Pflegepersonals


Bei der Auswahl des passenden Anstellungsmodells sollten verschiedene Kriterien berücksichtigt werden. Neben den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der betreuungsbedürftigen Person spielen auch die Qualifikationen und Erfahrungen der Betreuungsperson sowie ihre Bewilligungen und Befugnisse zur Erbringung von Leistungen eine entscheidende Rolle. Des Weiteren sind Kosten, Abrechnungsmöglichkeiten und Finanzierung wichtige Faktoren, die in die Entscheidung einfliessen sollten. Schliesslich sollten auch die Flexibilität und Verfügbarkeit des Pflegepersonals berücksichtigt werden.

Indem Sie sich einen genauen Überblick über die verschiedenen Angebote und Anstellungsmodelle verschaffen, können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und die optimale häusliche Betreuungs- und Pflegelösung für Ihre individuelle Situation finden.

5. Live-In-Betreuung vs. stundenweise Begleitung: Was passt zu meiner Situation?

Bei der Suche nach der besten Betreuung für einen pflegebedürftigen Angehörigen stellt sich oft die Frage: Sollte man eine Live-In-Betreuung oder eine stundenweise Begleitung in Anspruch nehmen? Beide Betreuungsmodelle haben ihre Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. In diesem Artikel vergleichen wir die beiden Modelle, um Ihnen eine Entscheidungshilfe bei der Frage zu bieten, welche Form der Pflege und Betreuung am besten zu Ihrer individuellen Situation passt.

5.1. Live-In-Betreuung (24-Stunden-Betreuung)

Die Live-In-Betreuung, auch als 24-Stunden-Betreuung oder Rund-um-Betreuung bekannt, ist eine Betreuungsform, bei der eine Betreuungsperson im Haushalt des Pflegebedürftigen lebt und rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die Betreuungskraft ist dabei nicht nur für die Grundpflege zuständig, sondern unterstützt auch im Haushalt und bei sozialen Aktivitäten. Vorteile der Live-In-Betreuung: – Kontinuierliche Betreuung und Sicherheit rund um die Uhr: Die Betreuungskraft ist immer da, um im Notfall eingreifen zu können. – Individuelle Betreuung: Die Betreuungskraft kann sich ganz auf die Bedürfnisse und Wünsche des Pflegebedürftigen einstellen. – Entlastung für Angehörige: Da die Betreuungskraft viele Aufgaben übernimmt, haben die Angehörigen mehr Zeit und Energie für andere Dinge. – Förderung der Selbstständigkeit: Die Betreuungsperson kann den Pflegebedürftigen dabei unterstützen, seine Fähigkeiten und Ressourcen bestmöglich zu nutzen. – Sozialer Kontakt: Live-In-Betreuer bieten Gesellschaft für die pflegebedürftige Person und helfen bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte. Nachteile der Live-In-Betreuung: – Kosten: Live-In-Betreuung kann schnell teurer werden als stundenweise Begleitung.

– Geringere Privatsphäre: Eine 24-Stunden-Betreuung bedeutet auch, dass eine fremde Person im Haushalt lebt und somit die Privatsphäre eingeschränkt ist. – Fluktuation bei wechselnden Betreuungskräften: Je nach Organisation der Betreuung kann es sein, dass die Betreuungskräfte regelmässig wechseln, was negative Auswirkungen auf die Beziehung und Vertrauensbildung haben kann.

5.2. Stundenweise Begleitung

Die stundenweise Begleitung ist eine Betreuungsform, bei der die Betreuungsperson nur für bestimmte Stunden am Tag oder in der Woche zur Verfügung steht. Die Tätigkeiten können von der Grundpflege über Haushaltshilfe bis hin zur Freizeitgestaltung reichen. Vorteile der stundenweisen Begleitung: – Flexibilität: Stundenweise Begleitung kann individuell und bedarfsorientiert geplant werden. – Kosteneffizient: Bei geringerem Betreuungsbedarf ist diese Variante meist kostengünstiger als eine Live-In-Betreuung. – Erhalt der Privatsphäre: Die stundenweise Betreuung ermöglicht es, die eigene Privatsphäre weitgehend zu wahren, da die Betreuungskraft nicht rund um die Uhr im Haushalt ist. – Möglichkeit, verschiedene Betreuungspersonen zu nutzen: Bei der stundenweisen Begleitung können verschiedene Betreuungspersonen in verschiedenen Bereichen unterstützen, zum Beispiel eine Pflegeperson für die Grundpflege und eine andere Person für soziale Aktivitäten. Nachteile der stundenweisen Begleitung: – Geringere Sicherheit: Bei der stundenweisen Betreuung ist keine kontinuierliche Anwesenheit der Betreuungsperson gewährleistet, so dass im Notfall möglicherweise keine sofortige Hilfe gewährleistet ist. – Organisationsaufwand: Die Abstimmung von verschiedenen Terminen und Betreuungspersonen kann aufwändig sein. Um die ideale Betreuungsform für Ihre individuelle Situation zu finden, sollten Sie den Betreuungsbedarf, die Wünsche und Bedürfnisse des Pflegebedürftigen sowie die persönlichen Prioritäten genau abwägen. Sowohl Live-In-Betreuung als auch stundenweise Begleitung können eine gute Lösung sein, je nachdem, was am besten zur individuellen Situation passt und wie viel Unterstützung benötigt wird. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und sich gut zu informieren, um die bestmögliche Entscheidung für die Pflege und Betreuung zu Hause zu treffen.

6. Pflege durch die Familie: Möglichkeiten der Entlohnung von pflegenden Angehörigen



Bei der häuslichen Pflege und Betreuung von Senioren spielen pflegende Angehörige eine wichtige Rolle. Sie sind es oftmals, die sich tagtäglich um das betroffene Familienmitglied kümmern und ein hohes Mass an Einsatz und Verantwortung übernehmen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob und inwiefern es Möglichkeiten gibt, diese Leistung finanziell zu entlohnen. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen darüber, welche Entlohnungsmöglichkeiten es für pflegende Angehörige gibt und unter welchen Voraussetzungen diese in Anspruch genommen werden können.

6.1 Unterstützungsbeiträge durch die Krankenversicherung


In der Schweiz besteht die Möglichkeit, als pflegender Angehöriger einen Teil der erbrachten Leistungen über die Krankenversicherung abzurechnen. Hierfür ist eine sogenannte Zulassung gemäss Art. 49 bzw. Art. 51 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) erforderlich. Die Leistungen müssen ärztlich angeordnet und aufgrund einer Bedarfsabklärung erbracht werden. Zu beachten ist jedoch, dass nur Leistungen der Grundpflege über die Krankenversicherung abgerechnet werden können, das heisst unterstützende Handreichungen im Alltag wie An- oder Auskleiden, Toiletten­gang sowie Mund- und Körper­pflege einschliesslich der Prophylaxe von Hautschädigungen, Bewegungsübungen, Mobilisieren und Fort­bewegung einschliesslich Aufstehen, Hin­setzen und Hin­legen sowie der Unterstützung beim Essen.

Wichtig:

Betreuungsleistungen, die nicht unter die Grundpflege fallen, können (ausser bei Zusatzversicherungen) nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden.


6.2 Erwerbsersatzordnung (EO)


Eine weitere Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung für pflegende Angehörige ist die Erwerbsersatzordnung (EO). Diese kann in Anspruch genommen werden, wenn die pflegende Person aufgrund der Betreuung und Pflege der hilfebedürftigen Person ihre Erwerbstätigkeit unterbricht oder reduziert. In diesem Fall können die pflegenden Angehörigen unter bestimmten Voraussetzungen EO-Taggelder erhalten. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses nicht automatisch gewährt wird und der Anspruch rechtzeitig geltend gemacht werden sollte, da er nur rückwirkend für maximal drei Monate ausbezahlt wird.

6.3 Individuelle Leistungen der Gemeinden und Kantone


In der Schweiz gibt es teilweise auch kommunale und kantonale Regelungen, die eine finanzielle Unterstützung von pflegenden Angehörigen vorsehen. Da diese je nach Region sehr unterschiedlich ausgestaltet sein können, ist es empfehlenswert, sich bei der zuständigen Gemeinde oder beim kantonalen Sozialdienst über mögliche Angebote und Leistungen zu informieren.

Empfehlung:

Informieren Sie sich rechtzeitig über mögliche Leistungen für pflegende Angehörige und stellen Sie entsprechende Anträge, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.


Zusammengefasst gibt es also verschiedene Möglichkeiten, um pflegende Angehörige finanziell zu entlohnen bzw. zu unterstützen. Dabei sind insbesondere Leistungen aus der Krankenversicherung, der Erwerbsersatzordnung und regionalen Regelungen wichtig. Im Einzelfall sollten sich pflegende Angehörige frühzeitig über ihre Ansprüche informieren und notwendige Anträge stellen, um die bestmögliche finanzielle Unterstützung zu erhalten.

7. Kostenerstattung bei der Grundpflege: Pflegeleistungen kassenfähig gestalten

Die Grundpflege umfasst unterstützende Handreichungen im Alltag wie An- oder Auskleiden, Toilettengang sowie Mund- und Körperpflege einschliesslich der Prophylaxe von Hautschädigungen, Bewegungsübungen, Mobilisieren und Fortbewegung einschliesslich Aufstehen, Hinsetzen und Hinlegen sowie der Unterstützung beim Essen. Bei psychisch kranken Personen zählen zudem Massnahmen zur Überwachung und Unterstützung der grundlegenden Alltagsbewältigung, wie der Aufrechterhaltung einer geregelten Tagesstruktur und von sozialen Kontakten, zur Grundpflege. In der Schweiz können Personen oder Organisationen ganz offiziell Pflege-Leistungen erbringen, die in Art. 7 Abs. 2 Krankenkassen-Leistungsverordnung (KLV) näher umschrieben sind. Dazu zählen «Massnahmen der Abklärung, Beratung und Koordination», die «Massnahmen der Untersuchung und der Behandlung» sowie die «Massnahmen der Grundpflege». Solche Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen gelten als «Leistungen» gemäss Abs. 1 des Art. 7 KLV, wenn diese aufgrund einer Bedarfsabklärung, auf ärztliche Anordnung hin oder im ärztlichen Auftrag erbracht werden. Und nur Leistungen können kassenfähig abgerechnet werden. Um die Kosten für diese Leistungen von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Der Leistungserbringer (Pflegefachfrau/-mann oder Spitex-Organisation) besitzt eine gültige kantonale Berufsausübungsbewilligung oder Betriebsbewilligung (auch «Spitex-Bewilligung» genannt). 2. Die Leistungen werden aufgrund einer ärztlichen Anordnung oder im ärztlichen Auftrag erbracht, was bedeutet, dass der Arzt oder die Ärztin die Notwendigkeit der Grundpflege festgestellt und verordnet hat. 3. Die Pflegeleistungen werden im Rahmen der in der Krankenkassen-Leistungsverordnung (KLV) festgelegten Anforderungen und Kriterien erbracht. Dies schliesst die Einhaltung von Qualitätssicherung und Dokumentationspflichten ein. 4. Die Leistungen werden korrekt abgerechnet. Hierzu können die Pflegende oder die entsprechende Organisation den Ärztinnen und Ärzten sogenannte «TarMed/TarPit»-Rechnungen stellen, die von den Krankenkassen akzeptiert und anerkannt sind. Betreuungsleistungen, die von Angehörigen oder nicht zertifizierten Personen erbracht werden, können (ausser bei Zusatzversicherungen) hingegen nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Es ist also wichtig, genau darauf zu achten, welche Leistungen als kassenfähige Pflegeleistungen gelten und welche eben doch nur als Betreuungsleistungen eingestuft werden.

Infobox: Erstattungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige

Auch für pflegende Angehörige gibt es Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung für die häusliche Pflege zu erhalten. In vielen Kantonen können Angehörige Schulungen absolvieren, um bei Fragen zur medizinischen Versorgung und Pflege kundig zu sein. Auch sind je nach Kanton Entlastungsangebote möglich, um pflegende Angehörige zeitweise zu entlasten. Es empfiehlt sich, sich beim zuständigen Gesundheitsamt oder bei der Krankenkasse über mögliche Angebote und Kostenerstattungen für pflegende Angehörige zu informieren.

8. Naturallohn: Was bedeutet „Kost & Logis“ und wie wird dieser gehandhabt?

Die Bezahlung von häuslichen Betreuungspersonen, insbesondere bei Live-In-Betreuung, besteht in der Regel aus einem finanziellen Lohn und einem Naturallohn. Mit dem Begriff „Kost & Logis“ wird der Naturallohn umschrieben. Das heisst die kostenfreie Bereitstellung von Unterkunft (Logis) und Verpflegung (Kost) für die Betreuungskraft. In der Schweiz ist die Bereitstellung von Kost & Logis eine gängige Praxis bei der Anstellung von Betreuungspersonal. Hier zeigen wir auf, was genau Kost & Logis bedeutet und wie dieser in der häuslichen Betreuung gehandhabt wird.

8.1 Was bedeutet Kost & Logis genau?

Kost & Logis ist die Bereitstellung von Unterkunft und Verpflegung als Teil des Lohnes für die Betreuungskraft. Hierbei werden die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung vom Arbeitgeber getragen und von der Betreuungsperson nicht finanziell entlohnt. In der Praxis bedeutet das: – **Kost:** Die Betreuungsperson wird kostenfrei verpflegt. Dazu zählt die Bereitstellung aller Mahlzeiten und Getränke während der Arbeitstage. Hierbei sollte auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Betreuungskraft Rücksicht genommen werden. – **Logis:** Die Betreuungskraft erhält eine kostenfreie Unterkunft. Hierzu gehört im besten Fall ein separates Zimmer für die Betreuungsperson, das ausreichend Privatsphäre bietet und mit den notwendigen Möbeln für einen angenehmen Aufenthalt ausgestattet ist.

8.2 Wie wird Kost & Logis in der häuslichen Betreuung gehandhabt?

Bei der Anstellung von Betreuungspersonal sollte im Vorfeld genau festgelegt werden, welche Leistungen in Bezug auf Kost & Logis zur Verfügung gestellt werden. Hierzu ist es empfehlenswert, dies schriftlich im Anstellungsvertrag festzuhalten, um Missverständnisse zu vermeiden. Im Rahmen der Live-In-Betreuung ist die Bereitstellung von Kost & Logis für die Betreuungsperson üblich. Auch bei einer stundenweise Begleitung kann Kost & Logis eine mögliche Form der Vergütung sein, sollte dies für beide Vertragsparteien sinnvoll sein. Ein angemessener Umgang mit Kost & Logis beinhaltet: – Räumliche Gestaltung der Unterkunft: Das Zimmer sollte möglichst eigenständig gestaltbar sein und der Betreuungsperson Privatsphäre bieten. – Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen: Sowohl bei der Verpflegung als auch bei der Gestaltung der Unterkunft sollte auf die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse der Betreuungskraft Rücksicht genommen werden (bspw. Diäten, Allergien, etc.).

Zusammengefasst ist Kost & Logis ein wichtiger Bestandteil des Lohnes für häusliche Betreuungskräfte. Dabei sollte ein angemessener Umgang mit der Bereitstellung von Unterkunft und Verpflegung gewährleistet sein. Kost & Logis kann sowohl bei Live-In-Betreuung als auch bei stundenweiser Begleitung eine mögliche Form der Vergütung darstellen.

9. Ausländische Pflegekräfte selbst anstellen und abrechnen: Vor- und Nachteile im Überblick

Die Betreuung und Pflege älterer Menschen zu Hause wird in der Schweiz immer wichtiger. Neben den verschiedenen Pflegemodellen und Dienstleistungen, die von professionellen Pflegekräften und Spitex-Organisationen angeboten werden, ziehen zahlreiche Familien die Option in Erwägung, ausländische Pflegekräfte selbständig einzustellen und mit diesen abzurechnen. Dies gibt ihnen mehr Freiheit bei der individuellen Gestaltung der Pflege und Betreuung. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Vor- und Nachteile, wenn Sie eine ausländische Betreuungsperson selbst anstellen und abrechnen möchten.

Vorteile:

1. Kostenersparnis: Wenn Sie eine ausländische Betreuungsperson selbständig anstellen und mit ihr abrechnen, können Sie unter Umständen Kosten einsparen, im Vergleich zur Beauftragung eines Treuhanddienstleisters oder Spitex-Organisation.

2. Individuelle Gestaltung der Pflege: Die selbständige Anstellung ermöglicht Ihnen, die Pflege und Betreuung Ihrer Angehörigen individuell und flexibel zu gestalten, ohne auf festgelegte Dienstleistungsangebote von Pflegeeinrichtungen angewiesen zu sein.

3. Persönliche Betreuung und Bindung: Eine ausländische Betreuungsperson, die Sie direkt anstellen, ist in der Regel eng mit der Familie verbunden und kann sich intensiv und einfühlsam um die betreute Person kümmern. Zudem hat die betreute Person die Möglichkeit, eine persönliche Bindung zur Betreuungsperson aufzubauen, was sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann.

Nachteile:

1. Administrative und rechtliche Verpflichtungen: Bei der Anstellung einer ausländischen Betreuungsperson müssen Sie sich um alle administrativen und rechtlichen Verpflichtungen kümmern, beispielsweise um Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen, Sozialabgaben und Steuern. Dies kann zeitaufwändig und komplex sein, insbesondere wenn Sie mit diesen Themen noch nicht vertraut sind.

2. Keine Kostenerstattung: Betreuungsleistungen von ausländischen Betreuungsperson können in der Regel nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

3. Unsicherheit bei der Professionalität: Wenn Sie eine ausländische Betreuungsperson selbständig anstellen, besteht das Risiko, dass die Person nicht über die erforderlichen Qualifikationen und Erfahrungen verfügt. Daher sollten Sie bei der Suche nach einer Betreuungsperson auf ihre Qualifikationen und Referenzen achten.

4. Organisation im Krankheits- oder Urlaubsfall: Im Falle einer Krankheit oder eines Urlaubs der Betreuungsperson müssen Sie selbständig eine Ersatzbetreuung organisieren. Bei der Beauftragung eines Treuhanddienstleisters, Personalvermittlers oder einer Spitex-Organisation kümmern diese sich um eine Vertretung.

Zusammenfassend gibt es sowohl Vor- als auch Nachteile bei der Anstellung und Abrechnung einer ausländischen Betreuungsperson. Es hängt von Ihrer individuellen Situation, Ihren Wünschen und Bedürfnissen sowie Ihrem Engagement ab, ob diese Option für Ihre Familie die passende ist. Diskutieren Sie diese Möglichkeiten eingehend mit Ihren Angehörigen und ziehen Sie gegebenenfalls fachliche Beratung hinzu, um die beste Entscheidung für Ihre Familie zu treffen.

10. FAQ: Häufige Fragen zu Pflege und Betreuung zuhause

Was ist der Unterschied zwischen Pflege und Betreuung?
Pflege beinhaltet medizinisch fundierte Massnahmen wie Untersuchung, Behandlung und Grundpflege, die von zugelassenen, zertifizierten Personen oder Organisationen durchgeführt werden. Betreuung hingegen umfasst Unterstützungs- und Hilfsleistungen im Alltag, die auch von Angehörigen oder nicht-zertifizierten Betreuungspersonen erbracht werden können. Pflegeleistungen können mit den Krankenkassen abgerechnet werden, während Betreuungsleistungen dies in der Regel nicht können.
Was ist Spitex und wie funktioniert sie?
Spitex steht für „Spitalexterne Hilfe“ und bezeichnet die ambulante Pflege und Betreuung von Menschen in ihrer häuslichen Umgebung durch qualifizierte Fachkräfte. Spitex-Organisationen haben eine kantonale Bewilligung und können offiziell Pflegeleistungen erbringen, die von der Krankenversicherung getragen werden.
Was ist Live-In-Betreuung und wie ist sie organisiert?
Live-In-Betreuung ist eine Form der 24-Stunden-Betreuung, bei der eine Betreuungsperson im Haushalt der zu betreuenden Person lebt und rund um die Uhr zur Verfügung steht. Die Betreuungsperson ist zuständig für Pflege, Betreuung und Versorgung des Klienten sowie für Aufgaben im Haushalt. Live-In-Betreuung kann über professionelle Organisationen oder privat organisiert werden.
Wie kann ich Pflegeleistungen von der Krankenkasse erstatten lassen?
Um Pflegeleistungen von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, muss die entsprechende Massnahme von zugelassenen, zertifizierten Personen oder Organisationen durchgeführt werden und auf ärztliche Anordnung hin oder im ärztlichen Auftrag erfolgen. Über die genauen Voraussetzungen und Abrechnungsmodalitäten informiert Ihre Krankenkasse.
Welche Möglichkeiten gibt es zur Entlohnung von pflegenden Angehörigen?
In der Schweiz haben pflegende Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf finanzielle Unterstützung, zum Beispiel durch Entschädigungszahlungen oder Pflegegeld. Die genauen Anspruchsvoraussetzungen können je nach Kanton variieren. Bei Fragen zur Entlohnung von pflegenden Angehörigen empfehlen wir, sich an die zuständigen kantonalen Stellen oder Ihre Krankenkasse zu wenden.
Der Autor
Patrick Kälin
Patrick Kälin

Redakteur für Prime Home Care

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Übernimmt anstelle der regulären Spitex eine zertifizierte Live-In-Betreuungskraft die Aufgaben bei der Grundpflege, können diese Leistungen in vielen Kantonen mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Die Aufsicht über die Pflegetätigkeit sowie die Abrechnung der geleisteten Stunden mit den Krankenkassen übernehmen spezialisierte und bewilligte Partner.

Gegenüber den üblichen Verleih-Lösungen bei der Betreuung zuhause können Sie so Monat für Monat oft mehrere Tausend Franken einsparen.